Den digitalen Wandel mit Lernreisen verstehen und erspüren

In digitalen Disruptionen sind Unternehmen, Organisation und Führungskräfte gefordert, Wissen nicht nur zu erwerben sondern praktisch anzuwenden, um rasch auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Lernreisen sind eine tolle Möglichkeit neue Blickwinkel zu erhalten, losgelöst von alten Denkmustern intensiv zu lernen und persönlich zu wachsen. Da Lernen immer in der persönlichen Erfahrung und in der Begegnung mit anderen stattfindet, sind Lernreisen ideal um den digitalen Wandel nicht nur kennenzulernen, sondern zu verstehen und vor allem persönlich zu erfahren.  

 Ein Lernreise ermöglicht Antworten auf eigene Fragestellungen

Lernreisen ermöglichen eine ganzheitliche nachhaltige Auseinandersetzung mit vorher definierten, übergeordneten Lernthemen. Aktive Lernerfahrung an ungewöhnlichen, neuen Lernorten werden möglich. Es steht nicht die Vermittlung von eins zu eins umsetzbaren Fachwissen im Vordergrund, sondern das Kennenlernen dahinter liegenden oder übergeordneten Prinzipien. Termine, Begegnungen und Erfahrungen werden so ausgewählt, dass ein „Begreifen“ des Themas möglich wird. 

Man wird von Eindrücken und Inspirationen überflutet, lernt begeisternde Menschen kennen und bekommt viele Antworten auf eigene unternehmerische Herausforderungen. 

  Lernen auf 3 Ebenen

 Das Lernen findet bei Lernreisen immer auf drei Ebenen statt:

1.     Die persönliche Ebene: Durch das Überwinden der Komfortzone und den Mut sich auf eine völlig neues und unbekanntes Umfeld einzulassen, findet ein persönliches Wachstum statt. Man bricht aus den eigenen eingefahrenen Denkmustern aus und wird wieder offen für völlig neue Sichtweisen.

2.     Die Gruppe: Lernreisen sind optimalerweise so zusammengestellt, dass durch die Unterschiedlichkeit der TeilnehmerInnen miteinander und voneinander gelernt werden kann. Erfahrungsgemäß finden die TeilnehmerInnen in der Unterschiedlichkeit der Fragestellungen, Branchen, Unternehmensgrößen und persönlichen Erfahrungen immer wieder sehr bereichernde Gemeinsamkeiten. Die Lernreise ist deshalb auch so konzipiert und wird so begleitet, dass sich eine Lerngruppe formt.

3.     Termine: Die besuchten Unternehmen werden im Vorfeld aufgrund der Fragestellung der TeilnehmerInnen ausgesucht und erhalten ein ausführliches Briefing. Jeder Besuch hat einen Themenschwerpunkt. Die Termine bei den besuchten Unternehmen oder Organisationen sind keine Firmenpräsentationen im herkömmlichen Sinn, denn diese Termine werden dialogisch durchgeführt und strukturiert.

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 Prinzipien einer gelungenen Lernreise

 Die Erfolgsfaktoren einer Lernreise werden durch folgende 3 Voraussetzungen bestimmt:

 Von Seiten der teilnehmenden MitarbeiterInnen/Führungskräften:

·     Mindset

Wer an einer Lernreise teilnimmt, sollte neugierig sein, seine eigene Erkundungsagenda entwickeln und selbstständig und eigenverantwortlich Denk- und Verhaltensweisen vor Ort erforschen. Wesentlich ist es offen und unvoreingenommen zu sein. Sehe. Staune. Aktiv und explorativ sein.

·     Sich auf den Prozess einlassen 

Ernsthaft an der eigenen bzw. unternehmerischen Fragestellung arbeiten. Trotzdem kritisch die Dinge hinterfragen. Wir empfehlen auch ein Lerntagebuch zu führen und Einträge diszipliniert zu machen.

·     Maßnahmen werden vereinbart und umgesetzt

Während dieser Lernwoche ist das Energielevel sehr hoch und die TeilnehmerInnen werden durch das Umfeld gepusht und sehr offen für Veränderungen. Die Herausforderung ist das Dranbleiben auch nach der Beendigung der Lernreise und die Erkenntnisse in Handlungen umzusetzen. Lerntransfer Workshops nach der Lernreise unterstützen bei der Umsetzung der vereinbarten Vorhaben.

 

Von Seite des teilnehmenden Unternehmens:

·     Konkreter Lernauftrag an die teilnehmenden MitarbeiterInnen

Es gibt einen konkreten Lernauftrag an die TeilnehmerInnen, der am Beginn gemeinsam definiert wird. Dies setzt voraus, dass grundsätzlich Bereitschaft im Unternehmen vorhanden ist, Veränderungen anzugehen und es eine Offenheit gibt, den Blick auf sich selbst zu richten.

·     Unterstützung bei der Umsetzung

MitarbeiterInnen werden bei der Umsetzung der Learnings mit Ressourcen wie Zeit, Budget, sonstige notwendig Unterstützung unterstützt. 

·     Die Erwartungshaltung

Es gibt keine vorgefertigten Lösungen, die 1:1 im Unternehmen umgesetzt werden können. Es bedarf immer einer individuellen Anpassung der Learnings der Lernreise.

 

 Von Seite der Lernreise Organisation/Begleitung

·     Optimale Vorbereitung und Briefing der TeilnehmerInnen

Die Lernfragen werden im Vorfeld definiert, verfeinert und schon vor der Lernreise bearbeitet. Die Orte und Settings werden so ausgewählt, dass sie optimal zu den Lernfragen der TeilnehmerInnen passen.

·     Fokussiertes Drehbuch der Lernreise

Die Termine ermöglichen das Kennenlernen agiler Innovationszugänge und neue Lernformen. Die Besuche sind dialogisch strukturiert und es erfolgt ein intensives Briefing der besuchten Unternehmen und der TeilnehmerInnen. Reibungslose Organisation der Besuche und Transfers, ohne zu viel Leerlauf, aber mit genügend Reflexionsmöglichkeiten.

·     Ermöglichen von Lernen auf 3 Ebenen

Lernsettings werden so gestaltet, dass persönliches und Gruppenlernen optimal stattfinden kann.

·     Sicherstellen Lerntransfer

Die Learnings der Lernreise werden in konkrete Maßnahmen überführt und eine Umsetzung vereinbart. Die Lernreise mit Hilfe eines Transferworkshops nachbearbeitet. Die Lerngruppe, die sich während der Lernreise gebildet hat, wird weiter unterstützt.

German Accelerator

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 Der Nutzen

Die Erfahrungen zeigen, dass es drei Ebenen gibt (persönlich, Führungskraft, Unternehmen) wie Lernreisen wirken und welchen Nutzen sie für die TeilnehmerInnen stiften. Sich aus der Komfortzone in die Lernzone zu bewegen, macht immer Energie frei und wird als persönlicher Gewinn erlebt. TeilnehmerInnen berichten, dass sie persönlich durch die neuen Erfahrungen und Impulse gewachsen sind. 

Auch wenn viele Learnings persönlich sind, so sind die TeilnehmerInnen auch immer Führungskräfte in einem sozialen Umfeld, die immer sofort versuchen Beispiele und neue Zugänge in den eigenen Führungsalltag zu integrieren. Letztendlich werden die Learnings der unternehmerischen Fragestellungen durch den Lerntransfer in das Unternehmen bzw. der Organisation integriert, der die Weiterentwicklung des Unternehmens sichert.

Mangelnder Fokus bei Delegations- und Besuchsreisen

Der Unterschied zu Delegations- und Besuchsreisen besteht darin, dass bei einer Lernreise eine eigene Erkundungsagenda im Vorfeld entwickelt und der Lerntransfer in das Unternehmen sicher gestellt wird. Bei Delegations- oder Besuchsreisen fehlt der Fokus auf Lernfragestellungen und der Transfer in das Unternehmen. Unbestritten ist, dass auch bei solchen Reisen spannende Unternehmen/Menschen kennengelernt werden können bzw. Impulse ausgehen.

San Francisco

San Francisco

Delegationsreisen „von der Stange“ erachten wir aufgrund der organisatorischen Komplexität, des Gruppenprofils und Reisedramaturgie als nicht zielführend. Es sollte deshalb jeden bewusst sein, dass sich Lernreisen von Delegations- oder Besuchsreisen wesentlich unterscheiden.

Autorin
Mag. Manuela Sattlegger, Co-Founder Art of Life

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