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Leadership Development

How to change the mindset

How to change the mindset

Wie schaffe ich eine Unternehmenskultur, einen Mindset bei meinen MitarbeiterInnen, der von Innovationskraft und Mut für Neues geprägt ist? Wie sieht der Silicon Mindset Valley Mindset aus?

Die Magie von Teams

Die Magie von Teams

Leadership bei Teams - ermöglichen Sie als Führungskraft Spitzenleistungen bei Teams

Leadership Mastery

Leadership Mastery

Um sich nicht nur den stets wechselnden Herausforderungen anpassen zu können, aber vor allem um auch in Krisenzeiten Stabilität und Orientierung zu geben, sind heute in Führungspositionen von Organisationen reife Persönlichkeiten dringend gefragt.

Flow in Organisationen

Flow in Organisationen

Arbeit, die scheinbar mühelos und leicht gelingt, fast ohne Anstrengungen? Arbeit, wo man Zeit, Sorgen und sich selbst vergisst, der Kopf leer und gleichzeitig leistungsfähig wird, sich Freude und Glücksgefühle einstellen?

Die School of Life Story

Die School of Life Story

Immer und überall hört man hier die Erfolgsgeschichten der erfolgreichen Start Ups im Silicon Valley, den Multimillionären und denen die es geschafft haben.

Selten hört man, dass 90 % der Unternehmen auch hier im Silicon Valley scheitern. Sie schaffen es nicht, weil Ihnen das Geld ausgeht oder die falschen Leute eingestellt werden.

Glück und Rahmenbedingungen werden ebenso oft weit unterschätzt, man ist oft einfach mit dem richtigen Produkt zur falschen Zeit am falschen Ort.

Risikobereitschaft und Leidenschaft

Am Anfang der Gründung der School of Life stand die Idee im Raum, menschliches Wachstum zu ermöglichen.

Das alleine reicht aber nicht, denn als Start Up Unternehmer muss man Risiken eingehen. Das bedeutet aber nicht, aus einer sicheren Komfortzone ein wenig was zu probieren.  Es bedeutet wirklich bereit sein zu fallen, zu scheitern, zu verlieren, abgewiesen zu werden.

Niemand will das und derjenige, der sagt es macht ihm nichts aus, dem traue ich nicht. Wir wollen das nicht erleben und dass ist auch gut so. Aber die Angst davor, darf nicht größer werden als die Sehnsucht. Die Angst und die Zweifel dürfen, sie sollen sogar da sein. Sie sollten aber nicht so stark sein, dass sie uns lähmen.

Denn dann landet man in der der Opferrolle, in der Starre, im fatalen Glauben, dass das eigene Tun keinen Unterschied machen wird. Dieses Denken ist gerade in Europa sehr verbreitet und verhindert die Entfaltung der eigenen Potentiale.

Entschlossenheit und Durchhaltevermögen

Die wichtigsten Zutaten am Weg auf unserem Weg sind aber Entschlossenheit und Durchhaltevermögen. Entschlossenheit als Ausdruck der inneren Klarheit und Fokussierung, was man und wohin man will. Durchhaltevermögen als Fähigkeit auch in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben und dran zu bleiben.

Komfortzone versus Lernzone

Dorthin zu gehen, wo es gefährlich werden kann, dort wo die Aufregung ist. Und diese ist meistens außerhalb der gewohnten Komfortzone, wo alles geplant und bekannt ist. Genau an dieser Grenze beginnt aber die Lernzone, wo persönliches Wachstum durch die Bewältigung von Schwierigkeiten und der Erfahrung der Selbstwirksamkeit stattfinden kann.

Peer Group

Ich habe das große Glück gehabt, mich nach meinem Studium der Rechtswissenschaften mithilfe von spannenden Jobs weiterzuentwickeln.

Die größten Schritte in meiner persönlichen Entwicklung habe ich aber mit der Gründung der School of Life erfahren.

Vor allem die Magie des Teams, mit den richtigen Menschen mit einem gemeinsamen Spirit an einer großen Idee zu arbeiten.

Menschen, an denen man sich auch reiben oder auch anlehnen kann, denen man vertrauen und mit denen man gemeinsam wachsen kann. Eine richtige Peer Group gibt einen das Gefühl, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile Dann werden Kleingeistigkeit, Neidertum und Destruktivität, wie sie so oft in Österreich vorkommen, hinter sich gelassen und man macht sich frei, um zu neuen Ufern zu kommen.

Mich erfüllen meine Tätigkeiten mit unendlicher Freude und Befriedigung. Es sind nicht die materiellen Erfolge die mich antreiben, sondern die tiefe Erkenntnis, dass mein Tun Sinn macht und ich mit meinem Tun einen Unterschied in der Welt mache.

Dann ist der Pendelausschlag zwischen Erfolg und Misserfolg nicht mehr so wichtig.

Ihr Werner Sattlegger
Director und Founder School of Life

 

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Interessieren Sie sich für den Online Kurs "Der Kreative Mensch - die 7 Ebenen der Kreativität?"

Interessieren Sie sich für andere Formate der School of Life wie die Lernreise?

 

Haben Sie heute schon gelebt ? Der Tod als Freund des Lebens

Haben Sie heute schon gelebt ? Der Tod als Freund des Lebens

Im Hamsterrad des Alltags scheint vielen Menschen die Zeit wie Sand zwischen den Fingern zu zerrinnen. Viele tun immer mehr und schneller vom Gleichen, ohne dem Gefühl einer inneren Erfülltheit.

Was bleibt ist eine Sehnsucht, seine Fähigkeiten eigenverantwortlich zu leben und seinen Träumen auf der Spur zu bleiben. Sich zu trauen, das zu tun was im eigenen Leben getan werden muss.

Dass wir dafür nicht ewig Zeit haben, wusste man schon im mittelalterlichen Mönchsleben: "Memento mori" ("Gedenke zu sterben") errinert uns an die Vergänglichkeit und die Endlichkeit des Lebens. In unserer westlichen Kultur spricht man nicht so gerne darüber, eine hat es aber zuletzt sehr laut getan. Bronnie Ware ist Australierin und hat als Palliativschwester hunderte Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen auf den letzten Lebenswegen begleitet. Die Aussagen der Sterbende am Lebensende hatten viele Übereinstimmung. Alle berichteten von tiefer Trauer und Zorn, weil sie ganz wichtige Dinge in ihrem Leben bereuen.

Im Buch "5 Dinge, die Sterbende am Meisten bereuen" sind diese ausführlich beschrieben, hier kurz die wichtigsten Punkte:

1.    „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“

Wenn Menschen realisieren, dass sich ihr Leben dem Ende neigt, ist es einfach zu verstehen, wie viele Träume unerfüllt verpufft sind. Die meisten der Sterbenden hatten nicht einmal die Hälfte ihrer Träume verwirklicht und mussten mit der Gewissheit sterben, dass sie selber dafür verantwortlich waren.

2.    „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet“

Jeder männliche Patient hat diesen Satz gesagt. Sie bedauerten, die Kindheit ihres Nachwuchses, die Gesellschaft ihrer Partner verpasst zu haben

3.    „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken“

Viele Menschen haben ein Leben lang ihre Gefühle der Harmonie willen unterdrückt. Was dazu führte, dass sie sich mit einem mittelmäßigen Dasein zufrieden gaben und sie sich nie zu jenem Menschen entwickeln konnten, der sie wirklich sein wollten.

4.    „Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben“

Viele erkannten erst in ihren letzten Wochen, wie wertvoll ihre Freundschaften waren. Aber sie waren dermaßen von ihrem Leben eingespannt gewesen, dass sie ihre Freunde während Jahren vernachlässigt oder ganz aus den Augen verloren hatten.

 

5.    „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein“

So viele Menschen realisieren erst am Ende, dass das Glücklichsein eine persönliche Wahl ist. Statt sich für das Glück zu entscheiden, bleiben viele in alten Mustern und Gewohnheiten gefangen.

Die Angst vor Veränderung brachte sie so weit, während die Jahre vergingen, ihrem Umfeld und auch sich selber vorzugaukeln, dass sie zufrieden mit ihrem Leben seien. Obwohl sie sich tief in ihrem Innern danach sehnten, von Herzen zu lachen und wieder echten Spaß in ihr Leben zu lassen.

Nemen wir uns die Zeit um zu leben - nicht irgendwann wenn es zu spät ist!

 
„Jeder Tag und jede Stunde führt uns unsere Nichtigkeit vor Augen und mahnt uns, durch irgendwelche neuen Beweise unsere Gebrechlichkeit, die wir zu leicht vergessen.“ Seneca

Autor: Werner Sattlegger, Director School of life

Literaturtip: Bronie Ware, 5 Dinge die Sterbende am Meisten bereuen

Mit der Intuition erfolgreich die Zukunft gestalten

Mit der Intuition erfolgreich die Zukunft gestalten

Heute im School of Life Gespräch Mag. Werner Sattlegger, Founder und Director der School of Life. Viele Jahre praktische Erfahrung im Management und Geschäftsführung internationaler bzw. nationalen Institutionen,  sowie Training von Führungskräften in diversen Lehrgängen und Lehraufträgen.

Zusätzlich Ausbildung in körperorientierter Pychotherapie, woraus Elemente der Köperarbeit in die Formate der School of Life einfließen.  Als Schoolmaster widmete er sich er sich dem Thema "Mit der Intuition erfolgreich die Zukunft gestalten."


Welchen ganz persönlichen Zugang hast Du zur Intuition?

Als Jurist habe ich gelernt rational und analytisch zu denken, logische Schlüsse zu ziehen und mich auf meinen Verstand zu verlassen. Gleichzeitig habe ich aber immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es etwas anderes geben muss.

Immer wieder sind mir diese sog. „Zufälle“ oder blitzschnellen „Einsichten“ passiert, die nicht die Folge eines logischen Denkvorganges waren. Das hat mich nicht nur stutzig, sondern vor allem neugierig gemacht. Was steckt dahinter, gibt es dafür Erklärung oder wo kann man es lernen? Und irgendwann ist dann der Name Intuition aufgetaucht.


Was ist nun genau Intuition ?

Für mich ist Intuition eine unmittelbare, direkte Einsicht,  blitzschnell ohne langes Denken. Klarheit über die Lösung eines Problems, unmittelbares Wissen was zu tun oder Ausdruck eines schöpferischen Akts.

Spannend und gleichzeitig verwirrend dabei ist, dass man rational nicht erklären kann wie man dazu gekommen ist, weil man die Gründe dafür nicht kennt. Das ist für uns verstandesorientierten Menschen nur schwer zu verkraften, weil eines klar ist: Intuition beginnt dort, wo der Verstand endet.


Wie erlebst nun Du ganz persönlich Intuition im Alltag ?

Persönlich erlebe ich Intuition als Impulse, die einfach unmittelbar spürbar sind und ein Gefühl der Stimmigkeit oder Unstimmigkeit auslösen. Es ist nicht ein Denken wie „ich sollte "oder „ich müsste“, sondernjenseits davon ein gefühltes Wissen. Persönlich erlebe ich es als ganzkörperliche Wahrnehmung, auf die ich mich immer verlassen kann, wenn ich Zugang zu dieser Instanz habe. Sehr praktisch nutze ich es bei verloren gegangenen Gegenständen, was immer sehr gut funktioniert... :)

 

Wie findet man Zugang zur Intuition und wo bzw. wie kann man es lernen ?

Leider gibt es weder ein Schulfach noch einen universitären Studienzugang zu diesem Thema. Aus diesem Grund war es lange eine Domäne der Esoterik, was eigentlich sehr schade ist, weil auch viel Unfug dabei passiert ist.  Erfreulicherweise nimmt sich die Wissenschaft des Themas an, dazu aber später mehr.

Da ich es eben nirgendswo lernen konnte, habe ich einfach meine persönlichen Erfahrungen gemacht.  Zu viel im Kopf zu sein, bedeutet für mich gleichzeitig den Kontakt zur Intuition zu verlieren.  Umgekehrt, wenn ich wieder mehr ins Fühlen und ins Sein gekommen bin, dann war die Intuition  wieder da. Und wie komme ich wieder dorthin ? Achtsamkeit, Meditation, Tagebuch schreiben, malen, viel in der Natur sein, vor allem aber Körperwahrnehmung!

 

Was verstehst Du unter Körperwahrnehmung in Zusammenhang mit Intuition ?

In meiner auf Wilhelm Reich basierenden körperorientierten Psychotherapieausbildung spielen körperliche Wahrnehmungen und die Atmung eine große Rolle.

Der Atem wird überhaupt in allen alten Heilslehren als der wichtigste Schlüssel für die Verbindung von Körper, Geist und Seele angesehen.  Der Atem ist eine tolle Möglichkeit Zugang zu seinem Körper zu bekommen und seine Gedankenmühle zu beruhigen.

Der Körper wird dann zu einem Resonanzphänomen, der Dir durch seine körperliche Reaktionen wichtige Hinweise zu der früher erwähnten Stimmigkeit gibt.


Was sagt nun die Wissenschaft zur Intuition ?

Trotz der Schwierigkeiten einen wissenschaftlichen Zugang zur Intuition zu finden,  wird die Existenz der Intuition heute nicht mehr bestritten.  Man ist sich soweit einig, dass es neben dem Verstand die Intuition existiert und man nicht das eine gegen das andere ausspielen kann. Intensivmmit der Intuition beschäftigt sich das Max Plank Institut unter der Leitung von Prof. Gigerenzer, ebenso Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman („Schnelles Denken, langsames Denken“) mit aber einem eher nüchternen Blick auf die Fehleranfälligkeit der Intuition.

 

Warum ist es so schwer einen Zugang zur Intuition zu finden ?

Wir haben in unserer westlichen Kultur immer nur gelernt alles zu kontrollieren und verstehen zu wollen. Wenn man nun mal auf einen Bereich kommt, wo beides nicht möglich ist, aber gleichzeitig für jeden trotzdem erfahrbar ist, dann wird es schwierig.

 

Was möchtest am Schluss noch weitergeben ?

Meiner Erfahrung nach leben wir in einer Zeit immer größer werdenden Komplexität, wo Intuition ein wunderbarer Kompass für wichtige Entscheidungen sein kann. Dazu Bedarf es aber Vertrauen, Mut und Offenheit, um der inneren Stimme zu lauschen.

Dies hat uns schon einer der größten Denker der Geschichte mitgegeben, als Albert Einstein einmal sagte:

Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ein treuer Diener.

Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.

 

Vielen Dank für das Gespräch!
Das Gespräch führte Manuela Sattlegger.

 

Literatur Tipps

FILM TIPP

„Der schmale Grat zwischen Sieg und Niederlage - wie ich erfolgreich scheitern kann”

„Der schmale Grat zwischen Sieg und Niederlage - wie ich erfolgreich scheitern kann”

Wer könnte sich besser mit Sieg und Niederlage auskennen, als eine ehemalige Spitzensportlerin? Heute im School of Life Interview:  Claudia Strobl, Weltcup-Siegerin und Olympiateilnehmerin Ski Alpin, Vortragsrednerin & Life-Coach für ganzheitlichen Lebenserfolg. Sie ist Schoolmaster zum Thema „Der schmale Grat zwischen Sieg und Niederlage – wie ich erfolgreich scheitern kann.“

 

School of Life: Was verstehen Sie unter Lebenserfolg?

Claudia Strobl: Ich sehe den Lebenserfolg ganzheitlich. Viele Menschen meinen, wenn sie von Erfolg reden, nur den materiellen. Ich habe aber eine ganzheitliche Sichtweise und verstehe darunter insgesamt ein geglücktes Leben. Was erfüllt mich? Was macht mich glücklich?

Als Spitzensportlerin war natürlich damals meine 1. Priorität der Erfolg im Skisport. Heute hat sich das für mich gewandelt. An erster Stelle steht für mich meine Familie und meine Partnerschaft, dann mein Unternehmen.

 

School of Life: Was ist das Positive im Scheitern?

Claudia Strobl: In jedem sogenannten Scheitern ist eine Lebenserfahrung drinnen. Meine sportlichen Herausforderungen haben mich gelehrt, Scheitern als etwas Positives anzunehmen. Dadurch kann ich mich persönlich weiter entwickeln.

Ebenso empfinde ich konstruktive Kritik als sehr wertvoll. Viele nehmen Kritik zu persönlich. Trennen nicht die Botschaft vom Botschafter und sehen darin ein persönliches Scheitern. Diese Rückmeldung ermöglicht mir aber ein genaueres Hinschauen, es ist ein Hinweis, welche Eigenschaften ich noch  entwickeln, verbessern kann  Das Streben nach persönlicher Weiterentwicklung liegt in der Natur des Menschen. Auch Ich möchte aus mir und meinem Leben das Beste machen. Gerade Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt,, sind eine ungeheure Chance und haben immer etwas Positive.

 

School of Life: Wie kann ich nun ganz konkret mit einer Situation umgehen, die ich als Scheitern empfinde?

Claudia Strobl: Manchmal braucht es einfach Zeit, bis man die konstruktive Energie aufbringt, um mit diesem persönlich erlebten Scheitern umzugehen. Da kann ein Coach sehr hilfreich sein, um in die Tiefe zu gehen und das Thema auch von einer anderen Sichtweise aufzuarbeiten.

Es bedarf eines genauen Hinschauens, um die darin „verborgene“ Botschaft erkennen zu können. Ich bewege mich sehr gerne in den Bergen und nütze die Stille, um auf eine konkrete Frage eine Lösung zu finden. Was ist die Botschaft dieser Herausforderung? Was ist das Positive daran? In uns wohnt eine unglaubliche Intelligenz. Sobald wir es uns erlauben, dieser inneren Weisheit Raum zu geben, finden wir die Antwort in uns.

Ein Coach kann unterstützen, den Prozess anzuregen. die Antwortfindet jedoch jeder in sich selbst. Manchmal braucht es Zeit und es ist energieraubend, bis du bereit bist genau hinzuschauen, hinzuhorchen, um zu verstehen was dir dieses Lebensereignis sagen möchte.

 

School of Life: In der Skiweltcupsaison 1989/90 sind Sie selbst vor dem größten Triumpf Ihrer damaligen Sportlerkarriere gestanden und dann gescheitert. Sie haben damals den Weltcupsieg an Vreni Schneider abgeben müssen, obwohl Sie eine unglaublich starke Skisaison hatten. Wie sind Sie mit diesem Tiefschlag umgegangen?

Claudia Strobl: Ich habe dieses eigene Scheitern sehr sehr lange mit mir herumgetragen. Trotz meines großartigen 2. Platzes im Gesamtweltcup Slalom fühlte ich mich lange als „Versagerin“. Heute erkenne ich darin ein sehr großes Geschenk. Es hat mich veranlasst, mich mit dem Thema Mentaltraining und Erfolgspsychologie zu beschäftigen.  Während meiner Ausbildungen zum Life-Coach habe ich mich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Meine Erfahrungen darüber gebe ich sehr gerne in Seminaren und Keynote- Speaches weiter. Die größte Niederlage meiner sportlichen Karriere war somit Ausganspunktfür meine heutige Lebensaufgabe.

 

School of Life: Nachdem Sie sich so intensiv mit dem Scheitern auseinandergesetzt haben. Fällt das nächste Scheitern leichter?

Claudia Strobl: Wenn man sich intensiv mit dem Scheitern auseinandergesetzt hat, dann kommt man mit Ereignissen, die einen aus der Bahn geworfen haben, sicherlich zukünftig leichter zurecht.

Doch Leben ist kein Stillstand. Sogenannte Probleme sind nur vorübergehende Zustände, bis ich mich persönlich so weit entwickelt habe, dass mich dieses neue Thema nicht mehr aus der Bahn wirft. Hier kommt wieder die eigene Bewertungsebene ins Spiel. Was bedeutet Scheitern für mich? Welche positive Absicht könnte dahinter verborgen sein? Worauf will mich diese Herausforderung aufmerksam machen?

Ich habe für mich verstanden, dass die ständige Weiterentwicklung zu einem geglückten Leben führt. Es ist wie das Wachstum in der Natur – ein ständiges sich neu Kennenlernen.

Es liegt in meiner persönlichen Betrachtung, ob das anstrengend ist oder nicht. Ich sehe es so, dass jede überwundene Herausforderung meinem Ziel näher bringt. Aus dem Skisport weiß ich, dass das Trainieren nicht immer lustig ist. Es ist meine eigene Einstellung, ob das Training anstrengend ist oder mich meinen selbst gesteckten Zielen näherbringt. Und selbst gesteckte Ziele zu erreichen, ist unglaublich energievoll und mit bewusst eingelegten Ruhepausen die beste Burnout Prävention.

 

School of Life: Welche Botschaft haben Sie zum Abschluss für unsere Leser?

Claudia Strobl: Es liegt mir besonders am Herzen zu sagen, wie sehr unsere Lebensqualität von unseren inneren Gesprächen abhängt. Die wenigsten wissen, dass diese Selbstgespräche großen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben. Deshalb ist es so wichtig, sich die eigenen Gedanken bewusst zu machen. Wie rede ich mit mir selbst? Welche Fragen stelle ich mir ? Und welche Gefühle lösen diese in mir aus? Welche Gedankenspiralen lösen Herausforderungen die das Leben mir stellt, in mir aus? Die Qualität unserer Fragen bestimmt unsere Lebensqualität.

Disqualifiziere ich mich selbst für den Slalom meines Lebens oder bringe ich mich auf mein persönliches Siegespodest? Ich habe es selbst durch meine Gedanken in der Hand.

Das Interview für die School of Life führte Manuela Sattlegger.

 

Weiterführende Tipps:

Homepage Life Coach Claudia Strobl

Buch "So denken erfolgreiche Frauen" von Kerstin Plehwe und Claudia Strobl