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Mindset

How to change the mindset

How to change the mindset

Wie schaffe ich eine Unternehmenskultur, einen Mindset bei meinen MitarbeiterInnen, der von Innovationskraft und Mut für Neues geprägt ist? Wie sieht der Silicon Mindset Valley Mindset aus?

Grundformen der Angst

Grundformen der Angst

Führungskräfte werden in Zukunft nur dann erfolgreich bleiben, wenn sie die Organisation und MitarbeiterInnen für den Wandel öffnen und lernen mit den damit verbundenen Ängsten bzw. Widerständen umzugehen. Aus der Systemtheorie kennen wir die Macht der Systeme und deren Einfluss auf die Verhaltensökonomie der Menschen. Gleichzeitig trägt aber jedes „Rädchen“, also jeder Mensch, in einem System zum Ergebnis des Systems bei. So etwas wie das Organisationsystem oder die Unternehmenskultur „da draußen“ gibt es nicht. Jeder einzelne Mitarbeiter oder jede Führungskraft in einer Organisation trägt zur Qualität des Ergebnisses oder der Unternehmenskultur bei. Und das durch sein Verhalten, seine Art zu kommunizieren oder sein Bewusstsein.

Dabei wird oft vergessen, dass sich erst dann ein Reifegrad in einer Unternehmenskultur entwickeln kann, wenn ein offener und ehrlicher Umgang mit Ängsten und Widerstände ermöglicht wird. Angst und Widerstand entstehen vor allem an der Grenze der Komfortzone , dort wo die Lernzone und damit persönliches Wachstum beginnt.

  • Grundformen der Angst

Der Psychoanalytiker Fritz Riemann hat in seinem wegweisenden Buch "Grundformen der Angst" bereits vor über 50 Jahren dargelegt, dass alle Ängste letztlich auf bestimmte Grundformen zurückgeführt werden, die wir alle in uns tragen und meistens eine davon prägend sichtbar wird. Entstanden sind sie oft in früher Kindheit und beeinflussen wesentlich unser tägliches Handeln.

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  • Die erste Angst bringt Menschen dazu, Distanz zu halten.·      

  • Die zweite Angst läßt Menschen die Nähe zu anderen Menschen suchen.

  • Die dritte Angst bedingt, dass man Veränderung nur schwer aushalten kann.

  • Die vierte Angst verhindert, sich zu binden, Verantwortung im Leben zu übernehmen.

  • Erkenntnisse der Neurobiologie

Zugang zu diesen Ängsten findet man erst auf einer tieferen Ebene, wo man sich abgewiesen fühlt, ausgeliefert, betrogen, enttäuscht, hilflos, unverstanden, verletzt, zu kurz gekommen und so weiter.

Seit den neurobiologischen Forschungen von Prof. Hüther verstehen wir die neuronalen Muster im Gehirn wesentlich besser. Wir finden im Gehirn neuronalen Wege, Landstraßen und Autobahnen, die sich manchmal schon im Mutterleib bilden.  Die gute Nachricht ist aber, dass sich die alten Verschaltungen im Gehirn auflösen und neu bilden können. Dafür braucht es aber Zeit und viele neue Erfahrungen.

  • Was bedeutet es für Führungskräfte

Führungskräfte sind keine Therapeuten oder Psychologen.  Aber Grundkenntnisse dieser Phänome, Zugang zu den Ängsten und den Mut diese in Organisationen anzusprechen, würde vieles in Organisationen bei Veränderungsprozessen möglich machen.

Umgang mit Angst kann weder als Managementtrick noch bei einem Executivetraining  erlernbar sein, sondern kann sich nur in einer reifen Persönlichkeit heraus entwickeln. Eine Führungskraft, die sich mutig für das Unbekannte öffnet, die bereit ist, nicht nur Risiken einzugehen, sondern auch bereit ist, Konflikte einzugehen und Dinge offen anzusprechen, eine Persönlichkeit, die Zuhören kann, mit hoher Glaubwürdigkeit Vertrauen und Offenheit Aufbauen kann.

Wenn Organisationen Scheinaktivitäten eliminieren und Führungskräfte lernen mit eigenen Ängsten und den der anderen umzugehen, dann können Organisationen wieder das werden, was sie eigentlich sein sollten: Orte der Potentialentfaltung und des kreativen Schaffens.

 Literaturtips:

Angebote zum Thema:


Autor: Mag. Werner Sattlegger, Founder and Director Art of Life, Buchautor

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Wie kommt das Neue in die Welt

Wie kommt das Neue in die Welt

Beim Vortrag am 29.03.2019 im See:Port spricht Werner Sattlegger über “Wie kommt das Neue in die Welt.”

Art of Presencing, wie das Neue in die Welt kommt

Art of Presencing, wie das Neue in die Welt kommt

Kaum eine Branche bleibt heute von der Digitalisierung unberührt, neue Geschäftsmodelle bedrohen etablierte Unternehmen, Arbeitsplätze verschwinden oder neue Berufsbilder entstehen. Märkte, Mitbewerber oder die Innovationen sind kaum mehr überschaubar geworden, damit Pläne unsicher geworden.  Der Erfolg von heute kann der Misserfolg von morgen sein. Überall auf der Welt können Start Ups mit völlig neuen Technologien entstehen, die Bedrohung wird weniger greifbar und diffuser.

Märkte waren früher statischer, daher konnte man die Zukunft durch die Analyse der Vergangenheit planen, analog weiterentwickeln und verlässliche Prognosen erstellen.

Das dazugehörige Muster war das Abgleichen von neuen Entwicklungen mit bestehenden Strukturen. Diese Vorgehensweise ist aber nicht brauchbar, wenn es im digitale Disruptionen geht, denn Inhalte in der Vergangenheit existierten noch nicht.

Genau aus diesem Grund funktioniert diese Vorgehensweise im digitalen Wandel nicht mehr und wird ersetzt durch das „Presencing“, wo Lernen auf einer anderen Ebene stattfindet.

Art of Presencing

Presencing ist eine Wortschöpfung aus den englischen Worten sensing (fühlen, erspüren) und presence (anwesend sein, auftreten), es bedeutet das höchste Zukunftspotential zu erspüren, sich hinziehen zu lassen und dann von diesem Ort aus zu handeln. „Anwesend werden“ im Sinne unserer höchsten zukünftigen Möglichkeiten, wo Co-Creation, sozialer Kontakt und Empathie im Vordergrund stehen.

Presencing ist die Fähigkeit, unsere Wahrnehmung aus dem Gefängnis der Vergangenheit zu befreien und sie aus der Zukunft heraus operieren zu lassen.“
(Claus Otto Scharmer)

Im Presencing nehmen wir mit einem wachen Blick wahr, was sich in der Welt zeigt, hinein zu spüren und sich damit zu verbinden, wer wir sein wollen und was unsere tiefere Intention ist. Es geht darum, die Sinndimension mit einzubeziehen.

Der Schlüssel dazu liegt in der Art unserer Aufmerksamkeit, die wesentlich die Entwicklung des Systems, in dem wir uns bewegen, beeinflusst. Über unsere Aufmerksamkeit steuern wir, ob wir nur automatenhaft reagieren und funktionieren oder wir ein System aktiv beeinflussen.

“Die Qualität der Aufmerksamkeit, die

wir in eine Situation einbringen, bedingt

die Art, wie Wirklichkeit entsteht
(Otto Scharmer)

Das geschieht vor allem in zwischenmenschlichen Beziehungen, dort in der Kommunikation und der Art des Zuhörens. In vielen Settings sagen wir oft einfach das was gehört werden will (downloading) oder befinden uns in einer Debatte (faktisches Zuhören) bzw. Dialog (empathisches Zuhören). Im Presencing schließlich kommen wir in einen schöpferischen Fluss, es entsteht eine Art kollektive Kreativität, wo wir uns im Gespräch verändern.


Wie entsteht Presencing?

Führungskräfte und Organisationen konzentrieren sich oft auf das WAS (Produkte, Dienstleistungen) oder das WIE (Strategien, Ressourcen) vergessen oft das WOHER. WOHER klärt die innere Haltung, den inneren Ort oder innere Quelle, von der wir aus agieren.  Wenn es dazu keinen Zugang gibt, entsteht in uns ein sogenannter „blinder Fleck“, wir wissen nicht warum wir wie agieren, uns verhalten, reagieren oder kommunizieren.


Wie erkenne ich den „blinden Fleck“?

In unserer Hektomatikwelt werden wir permanent abgelenkt und sind dauernd im analysieren oder bewerten des Vergangenen oder im planen der Zukunft. Wie Endlosschleifen rattern diese internen Dialoge im Kopf herum, wir nehmen oft weder Mitarbeiter, Kollegen oder Kunden wahr. Durch die gewohnheitsmäßigen, automatischen und unreflektierten Reaktionen auf unsere Umwelt werden wir oft „absence“, abwesend als Gegenteil von anwesend.


Wie finde ich Zugang zum Presencing?

Analysen, Bewertungen und Plänen sind Aktivitäten des Kopfes, wo das Gehörte mit den Erfahrungen verglichen und eingeordnet wird. Daher ist das Loslassen der eigenen Erfahrung und Muster Voraussetzung, um sich mit einem vorbehaltslosen Denken einer Situation zu öffnen. Dabei muss die eigene Stimme des Urteilens zumindest mal kurzzeitig ruhen, um Raum für Staunen und neue Fragen zu schaffen. Neben der Öffnung des Denkens und des Willens ist aber auch die Öffnung des Fühlens notwendig.

Wahrnehmung und Aufmerksamkeit findet nicht nur durch den kognitiven Verstand statt, sondern durch unsere Sinne, durch körperliche Reaktionen oder intuitive Impulse. Sie beziehen die Ganzheit mit ein und sind notwendige Voraussetzung, um Wahrnehmung und Aufmerksamkeit zu steigern.

Regelmäßige Zuwendung in das Spüren und Fühlen, achtsames Zuhören, Aufsuchen von neuen Orten in Form von Lernreisen, damit Neugier und Staunen wecken, sind Möglichkeiten Zugang zu den inneren Quellen und Orten zu finden. Übungen, die eigenen Aufmerksamkeit nach innen zu richten, helfen wieder ins Hier und Jetzt zu kommen.


Abschließend eine kurze Anleitung für eine dieser Übungen:

Vorbereitung:

Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, wo sich nicht gestört sind, kein Smartphone eingeschaltet ist. Das kann zu Hause, im Büro oder in der Natur sein, es ist eine Zeit und ein Ort, die nur Ihnen gehört. Sie sollten sich dafür mindestens 10 – 20 Minuten Zeit nehmen.  

Setzen Sie sich hin oder stehen Sie, richten Sie Ihre Wirbelsäule aufrecht,  damit die Energie vom Becken in den Körper zirkulieren kann.

·      Die Schultern sind entspannt und geöffnet.

·      Mit den Füßen baue ich eine gute Verbindung zur Erde auf

·      Die Augen sind geschlossen oder halb offen.

·      Die Zunge liegt auf dem Gaumen, damit der Energiekreislauf geschlossen wird

·      Die Lippen sind leicht offen und die Zähne berühren sich nicht.

In dieser Haltung beginnen Sie nun einfach tief einzuatmen und fühlen, wie  sich der Körper mit Luft füllt. Beim Ausatmen merken Sie, wie sich das Brustbein senkt und der ganze Körper leer wird.

Während sie es nun in den ersten Minuten tun, folgt der Geist immer dem Atem. Der Geist schließt sich dem Atem an und reitet wie ein Surfer auf der Welle und verbindet sich mit dem einfließenden und ausfließenden Atem.

Mein Geist beruhigt sich und kann loslassen, was ich festhalte.

Meine ganze Aufmerksamkeit ist auf den Atem gerichtet und nehme einfach wahr, was passiert. Vielleicht kann ich sogar diese Momente genießen anfangen.

Nach ein paar Minuten oder solange wie sich Zeit nehmen, beginnen Sie ein wenig den Körper zu schütteln und wieder in das Hier und Jetzt zu kommen.

Diese Übungen können Sie eigentlich in kürzerer Version überall machen, wenn Sie irgendwo warten müssen oder unterwegs sind. Der Atem ist immer da und wartet auf Ihre Aufmerksamkeit

Es wird Ihnen helfen mehr in das Hier und Jetzt zu kommen, den Blick nach innen zu richten und zu spüren, was gerade passiert. Es beruhigt den Geist und der Affenzirkus im Kopf kann sich beruhigen. 

 
LiteraturtipPs:


Angebote zum Thema:

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Autor: Mag. Werner Sattlegger, Founder and Director Art of Life, Buchautor


Impressions Lernreise Silicon Valley Jänner 2019

Impressions Lernreise Silicon Valley Jänner 2019

Aus den Feedbacks unserer bisherigen Lernreise TeilnehmerInnen wissen wir, dass die Art of Life Lernreisen eine intensive Lernerfahrung auf persönlicher, unternehmerischer und Gruppenebene sind.  

Das besondere an unserem Setting ist die gezielte Vorbereitung:

Niemand steigt in das Flugzeug ohne gezielte und geschärfte Formulierung der eigenen Fragestellung bzw. des Lernziels. 

Durch die gezielte Vorbereitung ist  die Qualität unserer Termine gesichert, da unsere Gesprächspartner entsprechend den Fragestellungen ausgesucht und gebrieft werden. 


Folgende Lernthemen wurde bearbeitet:

  • Value Proposition in Digital Markets

  • neue Ertragslogiken

  • Digital Sales Strategies

  • Disruptionen in Wertschöpfungsketten

  • Recruiting Strategien

  • Leadership von agilen Teams 


Strukturierte sorgen Dialoge dafür, dass bereits während der Lernreise an Transfermaßnahmen gearbeitet werden. Eine Transfer Masterclass nach der Lernreise (ca. 6 Wochen) nach der Lernreise sichert die Umsetzung im eigenen Unternehmen.


Ablauf und Inhalt einer Lernreise

  • Preparation Masterclass zur Schärfung der Fragestellung

  • Lernreise, wo die eigene Fragestellung bearbeitet wird. Die Termine bei etablierten Unternehmen, Start-ups, Akzelerators sind auf die Fragestellungen der TeilehmerInnen ausgerichtet

  • Transfer Masterclass für die Sicherstellung der Umsetzung im Unternehmen

Einige Testimonials der Silicon Valley Lernreise im Jänner 2019

Mehr Infos zu den Art of Life Lernreisen 2019/2020

Details zu Lernreisen im Allgemeinen - Lernen mit Hand, Herz und Hirn

Autor: Mag. Werner Sattlegger, Founder and Director Art of Life

Sinn im Management

Sinn im Management

Sinn im Management

Ist eine Brücke zwischen der philosophischen Frage des Sinns und den harten Anforderungen des Managementalltags in unserer hochkomplexen und hochdynamischen Informationsgesellschaft möglich? Offenbart die Behandlung der Sinnfrage Handlungsanleitungen für Manager, die einen verdeckten Zusammenhang zwischen sinnvoller Tätigkeit und wirtschaftlichem Erfolg ermöglichen?

Um diese zentralen Fragen beantworten zu können, werfen wir einen kurzen Blick auf die aktuellen Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft:

Die einzige Konstante ist Veränderung, damit hat bereits Buddha eine wichtige Eigenschaft menschlichen Daseins sehr eindringlich beschrieben. In den letzten Jahrzehnten haben modernste Technologien die Geschwindigkeit der Veränderungen deutlich erhöht, eine starke Zunahme von Dynamik und Komplexität waren die Folge. Zusätzliche Reiz- und Informationsflut, Geschäftigkeits- und Dringlichkeitssucht bewirken beim Menschen das berühmte „Hamsterradsyndrom“: man tut immer mehr, trotzdem hat man das Gefühl nicht vom Fleck zu kommen!

In diesem Umfeld ist der Mensch enorm gefordert, vernetztes und systemisches Denken, Mobilität und die Fähigkeit sich schnell auf neue Situationen anzupassen sind notwendige Bedingungen, um erfolgreich zu sein. Der Mensch steht damit unter enorm hohen Druck, auf dieser Grundlage entstehen Gefühle der Ohnmacht und Orientierungslosigkeit. Trotz vielseitiger Tätigkeiten und Aktivitäten in der modernen „Spaßgesellschaft“ bleibt so etwas wie eine innere Leere, ein existentielles Vakuum, wie es Viktor Frankl beschreibt, bestehen.

Der große Managementlehrer Peter Drucker hat immer wieder betont, dass der entscheidende Erfolgsfaktor im neuen Jahrtausend der Mensch sein wird. Trotz aller Technologisierung können die unglaublichen menschlichen Fähigkeiten nicht ersetzt werden, unternehmerische Erfolge hängen unabdingbar von den Spitzenleistungen der Mitarbeiter ab. Und diese Leistungen können nicht digital per Knopfdruck abgerufen werden, sondern entstehen in einem Raum der geprägt ist - von Vertrauen, gelebter Unternehmenskultur und Sinn.

Was ist überhaupt Sinn und welche Rolle spielt dieser Sinn für den Menschen und in weiterer Folge für das Unternehmen?

Sinn erfährt das Individuum auf der emotionalen Ebene durch die Wertigkeit und die Bedeutung des eigenen Tuns, der Sichtbarkeit des eigenen Beitrags zum Ganzen. Ganz einfach gesprochen ist Sinn die Antwort auf die Frage nachdem Wozu. Im Gegensatz zur Frage nach dem Warum, die immer nach einem Zweck oder einem Ergebnis fragt, wird beim Wozu auf der emotionellen Ebene immer nach der Bedeutung und dem Wert für das Ganze wie z.B. die Gesellschaft gefragt.

Zweck und Sinn sind gleichermaßen wichtig, stehen in einer Wechselwirkung und sind je nach der Bezugsfrage, ob private oder berufliche Tätigkeit, unterschiedlich stark ausgeprägt.

Aber eines ist ganz klar: Man kann eine Tätigkeit, die zwar zweckvoll ist aber aus individueller Sicht nicht sinnvoll ist, nicht über eine lange Zeit erfolgreich ausführen. Aus diesem Grund kann mangelnder Sinn nie durch Zweck, aber mangelnder Zweck sehr wohl durch Sinn ersetzt werden. Sinn ist damit die stärkere Kraft als der Zweck, die Quelle für Motivation, letztlich die Voraussetzung für Spitzenleistungen.

In einer gelebten Unternehmenskultur, mit einer klaren Vision als Kompassnadel und einer die Unternehmensexistenz begründeten Mission geht es genau um diesen Kern, die Sinnfrage. Durch die Beantwortung der Frage nach dem Wozu, durch die Sichtbarkeit des eigenen Tuns als Beitrag zu einem größeren Ganzen, findet so etwas wie Sinnmanagement statt.

Diese Rahmenbedingungen haben einen direkten Bezug zur Motivation des Einzelnen, wie folgende Studie Gallup Umfrage 2018 belegt: 70% aller Angestellten machen - auf Grund eines tiefen Gefühls der Sinnentleerung - nur Dienst nach Vorschrift, überhaupt nur 18% sind motiviert, und der Rest hat überhaupt schon innerlich gekündigt. Neben dem seelischen Leid durch solche „Sinnleere“ entsteht ein beträchtlicher volkswirtschaftliche Schaden in Milliardenhöhe. 

Was sind nun die Voraussetzungen für Sinn im Management?

Führungskräfte können die Unternehmenskultur und die damit verbundene Sinnfrage nur dann erfolgreich begleiten, wenn Sie selber in sich ruhen.

Ohne die Beantwortung der Sinnfrage kann man zwar vielleicht lange gut funktionieren, aber man ist noch meilenweit von einem erfüllten Leben entfernt. Erst die vielleicht schmerzvolle Auseinandersetzung mit dieser Frage gibt dem Leben die Kraft, um auch wirklich großen Herausforderungen gerecht zu werden, in der jedes Problem - nicht als Hindernis, sondern als Möglichkeit des Lernens und der Reifung angesehen wird.

Wenn dann im Unternehmen die Leitbilder, wie Werte oder Vision sich nicht nur auf Hochglanzfolien, sondern im tagtäglichen unternehmerischen Tun wie der Entscheidungsfindung, dem Führungsverhalten, der Sprache oder der Kommunikation wieder finden, dann entsteht der Raum für eine gelebte Unternehmenskultur und eine Form von Sinnmanagement. In diesem Raum finden die Mitarbeiter die notwendige Orientierung und Kraft, um auch in schwierigen Zeiten erfolgreich zu sein.

Gerade in agilen Organisationen wird dies durch Transparenz und Eigenverantwortung des Tuns sichergestellt.

In dieser Wechselbeziehung wird Management und das Unternehmensleben nicht nur stabil und erfolgreich, sondern es entsteht der Boden für ein erfülltes, freudvolles und ganzheitliches Tun und Sein.

Damit wird man eines Tages eines der größten Geschenke wahrnehmen dürfen, das man am Ende des Lebens spürt - nicht umsonst gelebt zu haben, da man nicht nur persönlich ein sinn- und wertvolles Leben geführt hat, sondern vielleicht dadurch auch das Leben vieler anderer Menschen bereichert hat.

 Autor: Werner Sattlegger, Director und Founder School of Life

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Wirtschaft braucht Kreativität und Intuition

Wirtschaft braucht Kreativität und Intuition

Disruptionen kommen auf uns zu

Im Silicon Valley arbeiten viele bestehende Unternehmen und Start-ups mit einem für europäische Verhältnisse unvorstellbaren Kapital daran, bestehende Industrien einfach besser, günstiger und erfolgreicher neu zu erfinden.

Nicht nur zu verbessern, nicht nur weiter zu entwickeln, sondern ganz einfach zu ersetzen. Artifical Intelligene, Plattformen, Big Data, 3-D Drucker, Cloud und Netzwerkeffekte unterstützen ihre Bemühungen, ganze bestehende Wirtschaftszweige einfach auszulöschen.

 

Der Mensch soll ersetzt werden

Die Industrie 4.0 wird aber auch die menschliche Arbeitskraft völlig neu definieren, denn wenn der Mensch durch Automatisierung und Artificial Intelligence ersetzt wird, welche Auswirkungen hat dies auf unser Leben und unsere Arbeit?

Wenn ganze Industrien (z.B. Autoindustrie, Banken, Versicherungen...) umgekrempelt werden, dann wird es immense Auswirkungen auf UnternehmerInnen und MitarbeiterInnen haben. Es werden die flexiblen und schnellen Unternehmen und MitarbeiterInnen gewinnen.

 

Kreativität und Intuition können nicht durch Maschinen ersetzt werden

Es werden nur diejenigen Bereiche übrig bleiben, in denen der Mensch (hoffentlich) überlegen bleibt und das hat sehr viel mit der Kreativität und der Intuition des Menschen zu tun, aber auch mit dem Wunsch nach Weiterentwicklung.

 

Ein kreatives Umfeld im Unternehmen schaffen

Führungskräfte haben deshalb die Aufgabe ein kreatives Umfeld im Unternehmen zu unterstützen und das Potential von MitarbeiterInnen zu fördern und für das Unternehmen gewinnbringend zu nutzen.

Wirtschaft und Kreativität und Intuition schließen sich nicht aus!

Wirtschaft braucht gerade jetzt Kreativität und Intuition - denn Kreativität und Intuition sind nichts „Esoterisches“ oder für „Auserwählte“. Auch verstandesorientierte Menschen und „Techis“ können davon profitieren und nicht erst, wenn Krisen aufgrund einseitiger Konzentration auf Rationalität entstanden sind.

Erfolgreiche Unternehmen leben es vor

  • flache Hierarchien

  • Begegnungsräume

  • spielerischer Zugang und Freiraum (!) für Fragestellungen

  • Kreativität von (interdisziplinären) Teams nutzen

  • Sprints

  • Agile Managementmethoden

  • Offener Umgang mit Fehlern - Scheiterkultur

  • Wertschätzungskultur

  • Leistung darf auch Spaß machen


Lassen wir den kreativen Geist auch in die Wirtschaftswelt einziehen

Einfache Prinzipien der Psychologie sind leider nach wie vor noch nicht in der Wirtschaftswelt angekommen: Der Mensch hat einen innenwohnenden Drang nach Entwicklung, C.G. Jung nennt das Individuationsprozess. Sich zu hinterfragen, die eigene Potentiale zu leben, zu etwas Größerem beitragen, lebenslang zu lernen gehören dazu. Zugang zu diesem Potential erfahren wir über Achtsamkeit, kreativen Ausdruck (Malen, Schreiben, Körperarbeit,…) und interdisziplinäre Begegnungen.

Wir können alle profitieren, wenn wir diesen kreativen Geist in unseren Köpfen, Unternehmen und der gesamten Gesellschaft einziehen lassen. Denn dann werden wir es selbst steuern können, in welche Richtung unsere Unternehmen und Arbeit insgesamt gehen!

Autor: Manuela Sattlegger, Co-Founder School of Life, Betriebswirtin und Mal- und Gestaltungstherapeutin

Radikal führen in Zeiten des Wandels

Radikal führen in Zeiten des Wandels

Viele Führungskräfte sind gerade jetzt gefordert, sich lebendig, radikal, wild und authentisch den aktuellen Entwicklungen nicht nur zu stellen, sondern diese auch aktiv zu gestalten.

Kärntner Abend im Silicon Valley

Kärntner Abend im Silicon Valley

Erster offizieller Kärntner Abend im Silicon Valley am 8. Juni 2018:

Eine Gruppe von Kärntner ManagerInnen trafen sich im Rahmen einer School of Life Lernreise mit ca. 40 im Silicon Valley lebenden Kärntnern, um die Eröffnung des Weltkärntnerverbandes zu feiern. 

Der vom Manager Markus Orlitsch und dem School of Life Director Werner Sattlegger organisierte Abend ist ein Startpunkt einer stärkeren Vernetzung zwischen Kärnten und dem wichtigsten Technologiecenter der Welt - dem Silicon Valley. 

Mit einer Grußbotschaft von Landeshauptmann Dr. Kaiser wurde nicht nur auf die Stärkung des Kärntner Netzwerkes angestoßen, sondern die Verbundenheit Kärntens mit den ‚Auslandskärntnern‘ zum Ausdruck gebracht. 

 Stilgerecht wurde mit einem gut gekühlten Hirterbier angestoßen, das extra für diesen Abend eingeflogen wurde. 

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Silicon Valley Insights #4

Silicon Valley Insights #4

Oft und früh scheitern, prototypen und rasch handeln, groß denken, dran bleiben und seiner Leidenschaft folgen: das sind die Zutaten der erfolgreichen Unternehmen an der Westküste. Neben etablierten Unternehmen wie SAP und Facebook haben wir heute den Accelerator Plug and Play besucht - Corporate Innovation und die Förderung von Start-ups werden hier auf eine intelligente Weise verbunden. 

Unsere Lernreise Insights:

  • Frühzeitige Co-Creation mit den Kunden in  der Wertschöpfungskette - Design Thinking
  • Große Unternehmen beteiligen sich gezielt bei Start-ups
  • wenig Hierachie, flache Struktur und schnelle Weg
  • kleine Teams, agiles Reagieren und kurze Wege 

 

 

Mehr Infos zu den School of Life Lernreisen:

Die nächste Lernreise 28. Jänner  – 1. Februar 2019