Viewing entries tagged
Kreativität

Flow in Organisationen

Flow in Organisationen

Arbeit, die scheinbar mühelos und leicht gelingt, fast ohne Anstrengungen? Arbeit, wo man Zeit, Sorgen und sich selbst vergisst, der Kopf leer und gleichzeitig leistungsfähig wird, sich Freude und Glücksgefühle einstellen?

Sinn im Management

Sinn im Management

Sinn im Management

Ist eine Brücke zwischen der philosophischen Frage des Sinns und den harten Anforderungen des Managementalltags in unserer hochkomplexen und hochdynamischen Informationsgesellschaft möglich? Offenbart die Behandlung der Sinnfrage Handlungsanleitungen für Manager, die einen verdeckten Zusammenhang zwischen sinnvoller Tätigkeit und wirtschaftlichem Erfolg ermöglichen?

Um diese zentralen Fragen beantworten zu können, werfen wir einen kurzen Blick auf die aktuellen Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft:

Die einzige Konstante ist Veränderung, damit hat bereits Buddha eine wichtige Eigenschaft menschlichen Daseins sehr eindringlich beschrieben. In den letzten Jahrzehnten haben modernste Technologien die Geschwindigkeit der Veränderungen deutlich erhöht, eine starke Zunahme von Dynamik und Komplexität waren die Folge. Zusätzliche Reiz- und Informationsflut, Geschäftigkeits- und Dringlichkeitssucht bewirken beim Menschen das berühmte „Hamsterradsyndrom“: man tut immer mehr, trotzdem hat man das Gefühl nicht vom Fleck zu kommen!

In diesem Umfeld ist der Mensch enorm gefordert, vernetztes und systemisches Denken, Mobilität und die Fähigkeit sich schnell auf neue Situationen anzupassen sind notwendige Bedingungen, um erfolgreich zu sein. Der Mensch steht damit unter enorm hohen Druck, auf dieser Grundlage entstehen Gefühle der Ohnmacht und Orientierungslosigkeit. Trotz vielseitiger Tätigkeiten und Aktivitäten in der modernen „Spaßgesellschaft“ bleibt so etwas wie eine innere Leere, ein existentielles Vakuum, wie es Viktor Frankl beschreibt, bestehen.

Der große Managementlehrer Peter Drucker hat immer wieder betont, dass der entscheidende Erfolgsfaktor im neuen Jahrtausend der Mensch sein wird. Trotz aller Technologisierung können die unglaublichen menschlichen Fähigkeiten nicht ersetzt werden, unternehmerische Erfolge hängen unabdingbar von den Spitzenleistungen der Mitarbeiter ab. Und diese Leistungen können nicht digital per Knopfdruck abgerufen werden, sondern entstehen in einem Raum der geprägt ist - von Vertrauen, gelebter Unternehmenskultur und Sinn.

Was ist überhaupt Sinn und welche Rolle spielt dieser Sinn für den Menschen und in weiterer Folge für das Unternehmen?

Sinn erfährt das Individuum auf der emotionalen Ebene durch die Wertigkeit und die Bedeutung des eigenen Tuns, der Sichtbarkeit des eigenen Beitrags zum Ganzen. Ganz einfach gesprochen ist Sinn die Antwort auf die Frage nachdem Wozu. Im Gegensatz zur Frage nach dem Warum, die immer nach einem Zweck oder einem Ergebnis fragt, wird beim Wozu auf der emotionellen Ebene immer nach der Bedeutung und dem Wert für das Ganze wie z.B. die Gesellschaft gefragt.

Zweck und Sinn sind gleichermaßen wichtig, stehen in einer Wechselwirkung und sind je nach der Bezugsfrage, ob private oder berufliche Tätigkeit, unterschiedlich stark ausgeprägt.

Aber eines ist ganz klar: Man kann eine Tätigkeit, die zwar zweckvoll ist aber aus individueller Sicht nicht sinnvoll ist, nicht über eine lange Zeit erfolgreich ausführen. Aus diesem Grund kann mangelnder Sinn nie durch Zweck, aber mangelnder Zweck sehr wohl durch Sinn ersetzt werden. Sinn ist damit die stärkere Kraft als der Zweck, die Quelle für Motivation, letztlich die Voraussetzung für Spitzenleistungen.

In einer gelebten Unternehmenskultur, mit einer klaren Vision als Kompassnadel und einer die Unternehmensexistenz begründeten Mission geht es genau um diesen Kern, die Sinnfrage. Durch die Beantwortung der Frage nach dem Wozu, durch die Sichtbarkeit des eigenen Tuns als Beitrag zu einem größeren Ganzen, findet so etwas wie Sinnmanagement statt.

Diese Rahmenbedingungen haben einen direkten Bezug zur Motivation des Einzelnen, wie folgende Studie Gallup Umfrage 2018 belegt: 70% aller Angestellten machen - auf Grund eines tiefen Gefühls der Sinnentleerung - nur Dienst nach Vorschrift, überhaupt nur 18% sind motiviert, und der Rest hat überhaupt schon innerlich gekündigt. Neben dem seelischen Leid durch solche „Sinnleere“ entsteht ein beträchtlicher volkswirtschaftliche Schaden in Milliardenhöhe. 

Was sind nun die Voraussetzungen für Sinn im Management?

Führungskräfte können die Unternehmenskultur und die damit verbundene Sinnfrage nur dann erfolgreich begleiten, wenn Sie selber in sich ruhen.

Ohne die Beantwortung der Sinnfrage kann man zwar vielleicht lange gut funktionieren, aber man ist noch meilenweit von einem erfüllten Leben entfernt. Erst die vielleicht schmerzvolle Auseinandersetzung mit dieser Frage gibt dem Leben die Kraft, um auch wirklich großen Herausforderungen gerecht zu werden, in der jedes Problem - nicht als Hindernis, sondern als Möglichkeit des Lernens und der Reifung angesehen wird.

Wenn dann im Unternehmen die Leitbilder, wie Werte oder Vision sich nicht nur auf Hochglanzfolien, sondern im tagtäglichen unternehmerischen Tun wie der Entscheidungsfindung, dem Führungsverhalten, der Sprache oder der Kommunikation wieder finden, dann entsteht der Raum für eine gelebte Unternehmenskultur und eine Form von Sinnmanagement. In diesem Raum finden die Mitarbeiter die notwendige Orientierung und Kraft, um auch in schwierigen Zeiten erfolgreich zu sein.

Gerade in agilen Organisationen wird dies durch Transparenz und Eigenverantwortung des Tuns sichergestellt.

In dieser Wechselbeziehung wird Management und das Unternehmensleben nicht nur stabil und erfolgreich, sondern es entsteht der Boden für ein erfülltes, freudvolles und ganzheitliches Tun und Sein.

Damit wird man eines Tages eines der größten Geschenke wahrnehmen dürfen, das man am Ende des Lebens spürt - nicht umsonst gelebt zu haben, da man nicht nur persönlich ein sinn- und wertvolles Leben geführt hat, sondern vielleicht dadurch auch das Leben vieler anderer Menschen bereichert hat.

 Autor: Werner Sattlegger, Director und Founder School of Life

IMG_8423.jpg

Wirtschaft braucht Kreativität und Intuition

Wirtschaft braucht Kreativität und Intuition

Disruptionen kommen auf uns zu

Im Silicon Valley arbeiten viele bestehende Unternehmen und Start-ups mit einem für europäische Verhältnisse unvorstellbaren Kapital daran, bestehende Industrien einfach besser, günstiger und erfolgreicher neu zu erfinden.

Nicht nur zu verbessern, nicht nur weiter zu entwickeln, sondern ganz einfach zu ersetzen. Artifical Intelligene, Plattformen, Big Data, 3-D Drucker, Cloud und Netzwerkeffekte unterstützen ihre Bemühungen, ganze bestehende Wirtschaftszweige einfach auszulöschen.

 

Der Mensch soll ersetzt werden

Die Industrie 4.0 wird aber auch die menschliche Arbeitskraft völlig neu definieren, denn wenn der Mensch durch Automatisierung und Artificial Intelligence ersetzt wird, welche Auswirkungen hat dies auf unser Leben und unsere Arbeit?

Wenn ganze Industrien (z.B. Autoindustrie, Banken, Versicherungen...) umgekrempelt werden, dann wird es immense Auswirkungen auf UnternehmerInnen und MitarbeiterInnen haben. Es werden die flexiblen und schnellen Unternehmen und MitarbeiterInnen gewinnen.

 

Kreativität und Intuition können nicht durch Maschinen ersetzt werden

Es werden nur diejenigen Bereiche übrig bleiben, in denen der Mensch (hoffentlich) überlegen bleibt und das hat sehr viel mit der Kreativität und der Intuition des Menschen zu tun, aber auch mit dem Wunsch nach Weiterentwicklung.

 

Ein kreatives Umfeld im Unternehmen schaffen

Führungskräfte haben deshalb die Aufgabe ein kreatives Umfeld im Unternehmen zu unterstützen und das Potential von MitarbeiterInnen zu fördern und für das Unternehmen gewinnbringend zu nutzen.

Wirtschaft und Kreativität und Intuition schließen sich nicht aus!

Wirtschaft braucht gerade jetzt Kreativität und Intuition - denn Kreativität und Intuition sind nichts „Esoterisches“ oder für „Auserwählte“. Auch verstandesorientierte Menschen und „Techis“ können davon profitieren und nicht erst, wenn Krisen aufgrund einseitiger Konzentration auf Rationalität entstanden sind.

Erfolgreiche Unternehmen leben es vor

  • flache Hierarchien

  • Begegnungsräume

  • spielerischer Zugang und Freiraum (!) für Fragestellungen

  • Kreativität von (interdisziplinären) Teams nutzen

  • Sprints

  • Agile Managementmethoden

  • Offener Umgang mit Fehlern - Scheiterkultur

  • Wertschätzungskultur

  • Leistung darf auch Spaß machen


Lassen wir den kreativen Geist auch in die Wirtschaftswelt einziehen

Einfache Prinzipien der Psychologie sind leider nach wie vor noch nicht in der Wirtschaftswelt angekommen: Der Mensch hat einen innenwohnenden Drang nach Entwicklung, C.G. Jung nennt das Individuationsprozess. Sich zu hinterfragen, die eigene Potentiale zu leben, zu etwas Größerem beitragen, lebenslang zu lernen gehören dazu. Zugang zu diesem Potential erfahren wir über Achtsamkeit, kreativen Ausdruck (Malen, Schreiben, Körperarbeit,…) und interdisziplinäre Begegnungen.

Wir können alle profitieren, wenn wir diesen kreativen Geist in unseren Köpfen, Unternehmen und der gesamten Gesellschaft einziehen lassen. Denn dann werden wir es selbst steuern können, in welche Richtung unsere Unternehmen und Arbeit insgesamt gehen!

Autor: Manuela Sattlegger, Co-Founder School of Life, Betriebswirtin und Mal- und Gestaltungstherapeutin